Auslosung Viechtacher Stadtmeisterschaft Runde 3

Hier die Auslosung der dritten Runde:

Heiduk, Christoph – Kolbeck, Alexander

Brock, Ditmar – Gruber, Helmut

Bauernfeind, Erhard – Lerch, Heinrich

Mandl, Gerhard – Hinkofer, Franz

Karaba, David – Meisburger, Eberhard

Görl. Peter – Kuda, Reinhard

Stasny, Hans – Mühlbauer, Helmut

Dolesik, Daniel – Lummer, Rudolf

Althammer, Tobias – Schlecht, Willi

Müller, Peter – Schwarzer, Gabriel

Spielabend: Donnerstag, 5.11. Wer verhindert ist, informiert bitte seinen Gegner.

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Die ersten drei Runden in der Kreisliga Ost

Hier die auch im Viechtacher Bayerwaldboten veröffentlichten Berichte plus einigen Fotos aus der dritten Runde

Knappe Niederlage gegen Schaibing – Viechtacher Schachklub verliert Heimspiel

Gegen die dritte Mannschaft des DJK Schaibing ging auch das erste Heimspiel dieser Saison knapp mit 2,5: 3,5 verloren. Der Schaibinger Schachklub ist ein gutes und nachahmenswertes Beispiel für erfolgreiche Jugendarbeit. So traten 3 Jugendspieler an den Brettern 4 bis 6 gegen die Viechtacher an. Zur selben Zeit spielten in der zweiten Schaibinger Mannschaft sogar vier Jugendliche.

Am ersten Brett traf Erhard Bauernfeind auf einen sehr starken Gegner. Dennoch konnte er die Partie lange offen halten. Im Eifer des Gefechts übersah er dann allerdings ein einzügiges Matt. An Brett 2 remisierte Heinrich Lerch gegen den nominell ebenfalls deutlich stärkeren Lothar Leyerseder in einer aufregenden Partie. Sie endete mit einem Dauerschach durch den Gegner. Am dritten Brett konnte Gerhard Mandl den ersten Viechtacher Sieg landen, der sehr fein herausgespielt war. Mit den schwarzen Steinen kam er schließlich zu einem nicht mehr parierbaren Angriff auf der b-Linie, so dass seinem Gegner nur die Aufgabe blieb. Am vierten Brett kam Daniel Dolesik bereits zu seinem dritten Sieg im dritten Spiel. Er ist damit unangefochten Viechtachs Topscorer. Die Partie war allerdings nicht für schwache Nerven, da sein König vom Gegner ins Freie gezerrt und über das halbe Brett gejagt wurde. Mit Geschick meisterte er diese Phase, um sich danach am gegnerischen König zu rächen, den er mit Dame und Turm auf der g-Linie kurzerhand matt setzte. An den beiden letzten Brettern mussten Reinhard Kuda und Rudi Lummer sich gegen gute Schaibinger Jugendspieler geschlagen geben. Reinhard Kuda verlor bereits in der Eröffnung einen Bauern und die Qualität gegen einen Gegner, der ihm keine Entfaltungsmöglichkeit ließ, so dass er nach 36 Zügen aufgeben musste. Auch Rudolf Lummer tat sich in seinem ersten Punktspiel für Viechtach schwer, kämpfte aber bravourös bis zum blanken König.

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Die Viechtacher Schachfreunde verlieren gegen Sonnen mit 2:4

Das Auswärtsspiel der Mannschaft des Viechtacher Schachklubs in Sonnen stand unter keinem guten Stern. Aufgrund vieler Absagen konnte Mannschaftsführer Gerhard Mandl nur vier Mann aufbieten. Zwei Partien, Brett eins und Brett drei, gingen daher kampflos verloren. Diese Bürde erweis sich als zu schwer für die Rumpfmannschaft. An Brett sechs konnte Daniel Dolesik den Rückstand zwar verkürzen. Er nahm mit einer schönen Kombination seinem Gegner die Dame ab und gewann dann sehr sicher. An Brett fünf ‚vergeigte‘ Gerhard Mandl eine aussichtsreiche Stellung zum Remis, weil er ein Dauerschach seines Gegners übersah. Heinrich Lerch verlor im Mittelspiel einen Bauern. Diesen geringen Vorteil konnte sein Gegner nach langem Kampf zu einem Sieg ummünzen. Erhard Bauernfeind am zweiten Brett kam in einer verschachtelten Stellung leider nicht über ein Remis hinaus.

Am Samstag, den 14. November ab 14 Uhr steigt das erste Heimspiel dieser Saison gegen die dritte Mannschaft des DJK Schaibing im Gasthof Kreuzberg. Vielleicht gelingt dann der erste Sieg. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Ein missglückter Saisonauftakt – Viechtacher Schachspieler verlieren 2:4

In dieser Saison stellt der Viechtacher Schachklub neben der Spielgemeinschaft mit dem SC Bayerwald Regen noch eine eigene Mannschaft, die zum Saisonauftakt am vergangenen Samstag in der Kreisliga Ost die Spielgemeinschaft Haselbach/ Castra Passau 2 zu Gast hatte. Es wurde an sechs Brettern gespielt. Dabei konnten die Viechtacher Schachfreunde nur 2 Siege erzielen und mussten sich in den restlichen vier Partien trotz starker Gegenwehr geschlagen geben. Am ersten Brett errang Korbinian Liebl gegen Philip Weber einen sicheren Sieg, den er jedoch erst im Endspiel perfekt machen konnte. Am sechsten Brett konnte Daniel Dolesik ebenfalls einen ganzen Punkt gegen Martin Kreuzer einfahren. Er gewann im Mittelspiel eine Figur und ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen. Heinrich Lerch, der am zweiten Brett gegen Ralf Kleinschmidt die weißen Steine führte, verlor dagegen im Mittelspiel einen Bauern und konnte diesen Nachteil trotz zähem Ringen im Endspiel nicht mehr wett machen. Gerhard Mandl am dritten Brett büßte in aussichtsreicher Stellung durch einen Blackout die Dame ein und musste danach ziemlich rasch die Segel streichen. Eberhard Meisburger am vierten Brett übersah im 20. Zug eine Fesselung, verlor dadurch eine Figur und musste nach 32 Zügen seinem Gegner Andreas Ascher die Hand zur Aufgabe reichen. Ein ähnliches Missgeschick ereilte Helmut Mühlbauer am fünften Brett, was die Auftaktniederlage gegen die etwas favorisierten Gäste besiegelte.

Bereits in vierzehn Tagen geht es in der zweiten Runde zum Auswärtsspiel nach Sonnen. Das ist wieder eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der schon etwas Zählbares mitgenommen werden sollte.

Die kommentierte Partie zur ersten Runde

(Achtung, die Auslosung der zweiten Runde findet ihr in dem unten angekündigten Beitrag Viechtacher Stadtmeisterschaft -zweite Runde – einfach die Ankündigung anklicken!) In der gerade abgeschlossenen ersten Runde sind Überraschungen ausgeblieben – die nominell stärkeren Spieler haben sich ausnahmslos durchgesetzt. Am spannensten verlief die Partie zwischen dem Hobbyspieler Gabriel Schwarzer und Helmut Mühlbauer vom Viechtacher Schachklub. Daher wird diese Partie hier besprochen.

Gabriel Schwarzer – Helmut Mühlbauer

1.e4 – e5 2.Sf3 – Sc6 3. Sc3 – Sf6 4. a3? (In der ersten Partiephase sollte man solche Bauernzüge nur dann machen, wenn sie wirklich nötig sind. Auch aus anderen Partien habe ich den Eindruck gewonnen, dass solche Züge oft aus Bequemlichkeit gemacht werden. Der Gegner könnte ja vielleicht… In Wirklichkeit gibt man gerade mit solchen Nicht – Entwicklungszügen dem Gegner Chancen. Weiß beabsichtigt im nächsten Zug Lc4 zu spielen und der Gegner könnte ja Sa5 spielen. Ob das zu fürchten ist, muss man eben berechnen: 4. Lc4 – Sa5 5. Sxe5 gewinnt einen Bauern nach SxLc4 und SxSc4. Was ist,wenn Schwarz mit 5.- d6  den Se5 angreift? Dann geht immer Sxf7 und Sxh8. Weiß bekommt hier starken Angriff. Einfacher wäre Lxf7+ und dann Sc4. Nur durch solche Denkarbeit kann man ein guter Spieler werden.) 4. – d6 ?! (Hier verhält es sich etwas anders. Der Bauernzug bereitet Lg4 vor, aber er sperrt den Lf8 ein. Gerade nach a3 hätte Schwarz zunächst Lc5 spielen können und danach erst d6)

5. Lc4 – a6?! (auch dieser Bauernzug macht Sinn, da er Lb5 verhindert, aber auch das war nicht wirklich zu fürchten. Aktiver wäre sofort Lg4 gewesen) 6. a4? – Lg4 7.0-0 – Sd4 8. Le2! (diese Fesselung muss aufgehoben werden) – c6? (siehe die Anm. zum nächsten Zug) 9. Te1? (bitte merken: hier gewinnt man einen Bauern mit Sxd4 exd4 (Lxe2 verliert wegen Sxe2 sogar eine Figur) LxLg4 dxc3 und dxc3. Diese Möglichkeit gibt es immer dann, wenn man eine Fesselung aufgehoben hat und der Gegner den fesselnden Läufer weder abtauscht noch zurückzieht! Bis zum 13. Zug konnte weiß so einen Bauern gewinnen.) 9. – Le7 10. b3 – 0-0 11. Lb2 – Lh5 12. h3 – Te8 13. g4? (Die eigene Rochadestellung darf man ohne einen echten Grund nie so schwächen. Richtig immer noch Sxd4) – Lg6 14.Lc4 – Dc8 (gut auch d5 oder Sxf3) 15. Sh4? – Sxe5? (Lxe5 hätte einen Bauern gewonnen) 16. Sxg6 – Sxc3?? (wenn Weiß statt dessen Sxe7+ spielt, verliert Schwarz eine Figur) 17. Lxc3 (auch dxc3 hätte noch eine Figur, allerdings unter schlechteren Umständen, gewonnen) – hxg6 18. Lxd4 – exd4 19. Kf1?? (Wo soll der König hin? Wenn er auf f1 bleibt, wird Schwarz zu einem Angriff Richtung h2 eingeladen. Besser Df3) 19. – d5! 20. Ld3 – Dc7! (droht Dh2 mit Mattangriff) 21. Df3! (eine gute Parade) – Lf6 22. Txe8 – Txe8 23. Te1 – Txe1 24. Kxe1 – Lg5! 25. Kd1 – Da4! (droht De2#)  26. De2 – Dd8!  27. b4? (ohne diesen Vorstoß hätte der weiße König auf b2 in Sicherheit gebracht werden können. Da nur der Gegner einen schwarzfeldrigen Läufer hat wird dieser Bauer auf b4 schwer zu verteidigen sein. Schwarz nagelt ihn auch sofort auf b4 fest:) – b5! 28. axb5 – axb5 29. De5 (Weiß postiert seine Dame aktiv!) -Lf6 30. Df4 – De7 31. Db8+ -Kh7 32. Db6 – Dd6? (Dxb4 hätte einen Bauern gewonnen, da Weiß nach Dxc6? wegen Lg5 verliert) 33. Dc5 – Dxc5 34. bxc5 – Kh3 (? wie sich gleich zeigen wird, nicht genügend durchdacht, Aber das war wirklich schwer zu erkennen. Le7 hätte einfach den Bauern c5 gewonnen mit guten Gewinnchancen für Schwarz – trotz der ungleichfarbigen Läufer.)

Hier kommt jetzt der Teil meiner Besprechung, der hoffentlich so auch in Viechtach aktuell veröffentlicht wird.

Pos6

Wir blenden uns nach dem 34. Zug in die Partie ein. Gabriel Schwarzer, der die weißen Steine führt, hat sich bis hier hervorragend gehalten. Er hat nur einen Bauern weniger. Neben den Königen und den Bauern sind nur noch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett. Wie geht man bei solchen Endspielen vor? Die Seite gewinnt, der es als erste gelingt einen oder noch besser mehrere Freibauern zu bilden. Darunter versteht man Bauern, die nicht mehr durch gegnerische Bauern gestoppt werden können. Im Moment hat keine Seite einen Freibauern. Daneben muss man natürlich versuchen, die eigenen Bauern zu verteidigen und die gegnerischen zu erobern. Eine Grundregel ist dabei, dass man nach Möglichkeit die eigenen Bauern auf die Farbe des eigenen Läufers stellt und die gegnerischen Bauern ebenfalls auf dieser Farbe stehen sollten. Nur diese Bauern kann der eigene Läufer verteidigen bzw. angreifen. Der weißfeldrige Läufer von Gabriel Schwarzer kann im Moment 3 eigene Bauern verteidigen und 5 gegnerische angreifen. Der schwarzfeldrige Läufer von Helmut Mühlbauer kann dagegen nur 2 eigene Steine verteidigen und 3 gegnerische erobern. Das kann sich aber schnell ändern, wenn es Schwarz gelingt, den Bauern auf c5 zu erobern und er danach seine Bauern auf der b und c Linie in Bewegung setzen kann. Für Schwarz spricht, dass sein König aktiver steht. In solchen Endspielen ist der König eine sehr mächtige Figur. Im Moment droht der schwarze König auf das Feld g5 und dann entweder nach f4 oder h3 vorzurücken.

35. f4! (verhindert Kg5) – Lh4? (Schwarz möchte Lg3 spielen. Wenn Weiß dann f5 spielt, kommt doch Kg5. Das funktioniert aber nicht, besser war daher mit Le7 sofort den Bauern auf c5 zu erobern) 36. Ke2?! Verhindert diesen Plan, auf Lg3 kommt Kf3. Aber es gab den fantastischen Zug g5!, der den schwarzen Läufer von den Feldern auf dem Damenflügel (= alle Felder auf der von Weiß aus gesehen linken Brettseite) abschneidet. Da auch der König von dieser Brettseite weit entfernt ist, kann Weiß danach seinen Läufer opfern und einen Freibauern bilden, den Schwarz nur bei bestem Spiel gerade noch aufhalten kann. Also:  36. g5+ Kh2 (Kh4 wäre nach Le2 #!!) 37. Lxb5 – Lg3 (nach cxLb5 käme sofort c6 und der Freibauer läuft durch zur Dame) 38. Lxc6 – Lxf4 39. Lxd5 und jetzt muss Schwarz um das Remis kämpfen. Aber zurück zur Partie. Nach 36. Ke2 – Le7! 37. Kf3 – Lxc5 38. f5?! (besser war wieder zunächst g5 mit guten Remischancen für Weiß) – Kg5! 39. Kg3? (besser fxg6! fxg6- auch das dürfte noch Remis sein)- Ld6 40. Kf3-Lf4 41. Ke2 Kh5 42. Kf3?(besser fxg6-fxg6; Lxg6-Kh3; Le8)-Ld2 43. Kg2 – b4 44.fxg6-fxg6 45.Lxg6-Lg5 46. Le8 Weiß hat die Bauern auf der rechten Brettseite, dem Königsflügel, verteidigt, aber Helmut Mühlbauer bildet jetzt auf der linken Brettseite, dem Damenflügel einen Freibauern, der nicht mehr aufgehalten werden kann.

Pos4

Was war sein Zug? Die Auflösung finden Sie in meinem Beitrag zur zweiten Runde.

Viechtacher Stadtmeisterschaft – zweite Runde

Soeben hat der Turnierleiter die zweite Runde ausgelost. Der Erstgenannte hat Weiß.

Lerch, H. – Heiduk, Ch.

Gruber, H.- Mandl, G.

Meisburger, E. – Brock, D.

Kolbeck, A. – Görl, P.

Mühlbauer, H. – Bauernfeind, E.

Stasny, H. – Dolesik, D.

Lummer, R. – Althammer, T.

Hinkofer, F. – Müller, P.

Schlecht, W. – Karaba, D.

Kuda, R. – Schwarzer, G.

Ich wünsche spannende Partien!

Ditmar Brock